Ab sofort lernen hier die Klassen 1 bis 3, während die vierten Klassen die neuen Horträume nutzen. Fünf Jahre lang wurde geplant, diskutiert und gemeinsam gestaltet – unter Beteiligung von Schülerinnen und Schülern, Eltern sowie Pädagoginnen und Pädagogen. Begriffe wie Nachhaltigkeit, sichere Umhüllung und Lebensraum gaben dabei die Richtung vor. Entstanden ist ein Gebäude, in dem Architektur und Pädagogik konsequent zusammengedacht werden.
Jede Etage gehört einer Klassenstufe. Herzstück ist jeweils ein großer gemeinsamer Raum mit Küche, Spiel- und Rückzugsmöglichkeiten, flankiert von den Klassenräumen. Schule und Hort, die pädagogisch längst eine Einheit bilden, finden so auch räumlich zusammen.
Auch viele Details folgen den Bedürfnissen der Kinder: unterschiedliche Raumgrößen ermöglichen Rückzug und Differenzierung, Transparenz schafft Orientierung, geschützte Bereiche geben Sicherheit. Niedrig angebrachte Griffe unterstützen den inklusiven Alltag, Türen und ihre Gestaltung zeigen intuitiv, welche Räume Kindern offenstehen.
„Die Möglichkeit, auf unterschiedliche Bedürfnisse der Kinder einzugehen, findet sich in einer Folge von kleineren Räumen wieder. Sichtbarkeit und Transparenz, aber auch Schutz, wo nötig, sind für uns alle wichtig”, erklärt Geschäftsführerin Kathrin-Susann Köhler das Konzept.
Warme Farbtöne und ein hoher Holzanteil schaffen eine Atmosphäre, die Geborgenheit ausstrahlt und zum Bleiben einlädt. „Hier wäre ich auch gern Schüler“, brachte Jan Donhauser seinen ersten Eindruck auf den Punkt.
Mit dem neuen Haus wächst der Campus weiter zu einem Lebensort für Schule und Nachbarschaft. Das Oberstufengebäude ist bereits in Planung und im Bau.
Wer die Neue Waldorfschule Dresden selbst erleben möchte, ist am 12. September 2026 von 10:00 bis 15:00 Uhr herzlich zum Tag der offenen Tür eingeladen.