Löcher für Wärme

Pünktlich zum Schuljahresbeginn ist nicht nur unser Schulhof wieder von Leben erfüllt – auch auf unserer Baustelle bewegt sich einiges: gerade werden zum Beispiel 32 Löcher 77m tief in die Erde gebohrt, um künftig die dortige Erdwärme für uns zu nutzen zu können und unser neues Schulhaus zu heizen. Gelegenheit, diese Bohrungen ganz nah zu erleben, gibt es bei einer Baustellenbesichtigung am Dienstag, den 21.9. um 16 Uhr.

Dann wird also nicht nur die Erde gelöchert, sondern auch egNEOS als unser Energie-Partner steht bereit, mit Fragen rund um die künftige Energie- und Wärmeversorgung unserer Schule gelöchert zu werden. 

und erster Baggerbiss

kaum haben wir die Spaten zur Seite gelegt, kommt auch schon das schwere Gerät und setzt fort, was wir mit vereinten Kräften beim ersten Spatenstich begonnen haben

Es geht los – unser 1. Spatenstich

Wir fangen wirklich an: gemeinsam bauen wir unsere neue Schule.

Sonnenschein, strahlend blauer Himmel – unter idealen Bedingungen (na gut, ziemlich warm war’s) konnten wir unsere Baustelle heute eröffnen. Grußworte erreichten uns aus der Stadt Dresden über den Baubürgermeister Stephan Kühn und aus unserer Nachbarschaft durch den Stadtbezirksamtsleiter von Prohlis, Jörg Lämmerhirt. Gegrüßt und mit uns gefeiert haben aber auch unsere zahlreichen Gäste, die aufgrund gelockerterer Coronabestimmungen im Freien und mit Abstand diesen wichtigen Schritt hin zu unseren eigenen Gebäuden mit uns gehen konnten: Kreditgeber, Unterstützer, Nachbarn, Bauplaner – alle sind sie gekommen und haben mit uns gemeinsam unsere Baustelle eröffnet – nun kanns losgehen!

Passiert hier eigentlich gar nichts mehr?

Ja, das könnte man denken … ein Beitrag in einem halben Jahr. Und das in einem Bautagebuch einer Schule, die ganz dringend bauen will und muss? Aber – nein, dass hier so lange nichts passiert ist, liegt nicht daran, dass wir faul wären. Nein, dass hier so lange nichts passiert ist, liegt daran, dass wir so fleißig sind. Und dass so viel drumrum passiert, dass wir einfach nicht zum Schreiben und Berichten kommen:

die Küche wird geplant

die ersten Bauleistungen sind ausgeschrieben

Bauberatungen mit unseren Architekten und Planern finden regelmäßig und häufig statt

Entscheidungen für Energieversorgung, Wärme und Klimatisierung werden getroffen

Also: es geht an Schreibtischen und Telefonen, in Videokonferenzen und Begehungen rasant voran mit unserem Neubau!

Und bei all dem Unsichtbaren können wir doch sogar noch auch ein Foto und ganz konkreten Bericht unserer Gartenbaulehrerin nachliefern: Am Jahresende haben wir nämlich schon in unseren zukünftigen Schatten und gute Luft investiert und Bäume gepflanzt, die Generationen von Schülern, Eltern und Mitarbeitern Freude bereiten werden:

Mit einer der schönsten und sinnvollsten Tätigkeiten haben wir das Jahr 2020 beschließen dürfen:

Durch eine großzügige Spende vom Holzhof Dresden konnten wir am 14. Dezember 2020 drei erste Bäume für die Begrünung unseres Schulgeländes in den Hang hinter den Mittelstufencontainern pflanzen. Auf dieser Fläche werden in den kommenden Jahren weitere standortangepasste, heimische Laubbäume und viele Wildsträucher gepflanzt werden, so wie es im Gesamtvorhabenplan rechtlich festgeschrieben und verpflichtend ist.

Noch in den letzten Schulwochen hatten die Schüler dafür bereits vorgearbeitet und den Hang von Gras und hohen Wildkräutern befreit. Nachdem auch die Pflanzlöcher von den Schülern der 5. und 6. Klasse im Gartenbauunterricht ausgehoben worden waren, konnten wir (leider ohne Schüler!) die stattlichen Bäume bei blauem Himmel und Sonne an Ort und Stelle bewegen, einpflanzen, Anbindegerüste bauen und schließlich ordentlich bewässern. Nun hoffen wir auf ein gutes Wachstum eines Feldahorns, einer Eberesche und einer Mehlbeere, die aus ökologischem Anbau der Baumschule Schäfer bei Meißen stammen und uns freundlicherweise unentgeltlich angeliefert wurden!

Wir bedanken uns herzlich beim „Holzhof Dresden“ für das Ermöglichen dieser Pflanzung!

an alles gedacht …?

Abluft im Erdgeschoss, wo der Handwerksbereich mit Holzbearbeitungsmaschinen eingerichtet werden soll, genügend Platz für den Eurythmiefundus, eine bautechnische Lösung für gleichzeitig probende Musikgruppen, genügend Südsonne für die Anzucht im Gartenbaubaubereich, Infrastruktur für die digitale Tafel in der Kunstwerkstatt, brandschutzkonforme und trotzdem kerzenlichtgetragene Festgestaltungsmöglichkeiten und was, noch mal, muss an technischen Voraussetzungen für den Sprachunterricht bedacht werden?

Köpfe und Leitungen haben geraucht, als sich kürzlich unsere Mitarbeiter mit der Geschäftsführung im virtuellen Raum getroffen haben, um zu schauen, ob die Planungen für unseren Neubau aus den Schul- und Architekturbüros auch mit den pädagogischen und alltagpraktischen Bedürfnissen unserer Schule zusammenpassen und wo nachjustiert werden muss.

Lust hat diese Sitzung gemacht, Vorfreude auf unser „Haus der Mitte“ gebracht und Gelegenheit gegeben, alle Schulbereiche zu versammeln. Die Arbeit hat nun unsere Baubeauftragte: nämlich, das, was an Wünschen und Anforderungen deutlich geworden ist und sich auf den gesamten Schulbereich von der ersten bis mindestens zur 10. Klasse bezieht, auch in zunächst einem einzigen Bauabschnitt abbilden zu können – also fest zu Verabredendes mit Provisorischem zu vereinbaren. Aber darin sind wir ja geübt!

Ein neues Interim für unsere 4. Klasse

Das Schuljahr begann provisorisch im Provisorium: für den Containeranbau, der unsere vierte Klasse beherbergen sollte, fehlten für die endgültige Nutzungsaufnahme noch ein paar Unterschriften. Das war gut für die Hausbauepoche – konnte der ungenutzte Raum doch das viele Material und Werkzeug aufnehmen. Das war aber nicht ganz so schön für die vierte Klasse, die ihren Unterricht zunächst im Mensaraum begann. Und das wiederum war erstmal nicht so schön für alle anderen Klassen, die nun ihr Mittagessen in den Klassenräumen einnehmen mussten. Was dann für einen Schulbetrieb unter Coronabedingungen aber schließlich doch ganz hilfreich ist. Nun, Coronaschule und damit abgesondertes Mittagessen für jede Klasse gilt zwar weiter, die vierte aber konnte nach den Herbstferien ihre neuen, wirklichen Räume beziehen!

Alle Genehmigungen sind da und zum letzten Bausamstag haben die helfenden Eltern und Mitarbeiter alles so hergerichtet, dass sich unsere vierte Klasse nun über ein großes, lichtdurchflutetes Klassenzimmer freuen kann.

Warum, nochmal, bauen wir eigentlich so schnell weiter und können nicht erstmal ein paar Jährchen hier drin bleiben …..?

Was ist denn da auf unserer Wiese los …?


Autos, Gerätschaft, ziemlich viel Krach und Männer, die sich über den Boden beugen … nah herankommen soll man nicht – unser Hausmeister Christoph Stephan aber macht ein paar Schnappschüsse, die verraten, was dort vor sich geht:

Mit langen Bohrern werden Bodenproben auf unserem Baufeld genommen.

Es geht los!

Nach langem Warten auf einen positiven Fördermittelbescheid legen wir jetzt richtig los (und hoffen nur, dass uns Corona nicht allzu sehr aufhalten wird): eine Architektengemeinschaft ist ausgewählt und steht uns engagiert zur Seite, Ausschreibungen laufen, die Pläne und Zeichnungen wurden an die aktuellen Bedürfnisse und Anforderungen angepasst. Und: der Bauantrag ist eingereicht! Nun dauert es nicht mehr lange, und es ist auch auf unserem Baufeld zu sehen, dass Mittelstufengebäude und Mittagshaus bald Realität werden.

In den Räumen der Architekten-Arbeitsgemeinschaft, die unser Bauvorhaben begleitet, unterzeichnet unser Vorstand Sabine Schröder die Bauantragsunterlagen für unseren 1. Bauabschnitt – Mittagshaus und Mittelstufenhaus. 

früh übt sich – Hausbauepoche der 4. Klassen

Auch wenn im Hintergrund längst die Köpfe dampfen, um Nachhaltigkeit, Funktionalität, Schönheit und Ressourcenschonung unter ein Schuldach zu bekommen – zu sehen ist noch nichts von unserem Schulneubau.

Da sind wir schneller, dachte sich die 4. Klasse vor den Sommerferien und nutzte ihre Hausbauepoche zum Bau eines Lehmofens. Auch hier musste überlegt und gut geplant werden, um das, was im Großen gilt, auch im Kleinen zu verwirklichen. Und mit Erfolg: nach einigen Tagen intensiver Bautätigkeit konnte die erste Pizza gebacken werden.

Allerdings: dem Ofen fehlte noch ein Dach. Und hier wiederum packte nach den Sommerferien die nunmehr 4. Klasse an: Geschält, gesägt und angepasst wurden Robinienstämme, aufgestellt zu den Stützen eines Dachstuhls und schließlich mir Brettern gedeckt.

Nach einer Woche konnte Richtfest gefeiert und dem kommenden Herbstregenwetter gelassen entgegengeblickt werden.

Ausgestattet mit theoretischem Wissen und praktischer Erfahrung warten nun schon fünf Jahrgänge darauf, den Fortschritt unseres Schul-Neubaus fachmännisch kommentieren zu können. Aber nicht mehr lange, dann bauen wir um die Wette …

neues Schild – neues Bild: mit Schwung und öffentlicher Bauförderung in die Zukunft

Das Neue Schuljahr startet für uns mit den besten Aussichten: der so lang ersehnte Fördermittelbescheid ist da! Mit fast 8,3 Millionen Euro fördert der Freistaat Sachsen den ersten Abschnitt unseres Schulneubaus.

Jetzt laufen die Planungen auf Hochtouren, damit im Sommer 2022 die ersten beiden Häuser, deren Errichtung durch die Förderung mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes mitfinanziert wird, bezogen werden können.

Unser Logo haben wir derweil schon einmal angepasst – und können so bald zuschauen, wie hinterm Schild die Gebäude aus Stein und Holz und viel Engagement und Freude heranwachsen.